Wednesday, September 8, 2010

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Ursula von der Leyen will Kinderpornos sperren…

Gepostet von Rene am 16. Januar 2009

…und somit Zensur einführen.
Kommunistisch christlich demokratische Union Chinas

Im Kampf gegen die Kinderpornografie im Internet will Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit einem Filter den Zugang zu entsprechenden Seiten sperren lassen.

Bevor ich nun meine Meinung dazu äußere erstmal ein Zitat der Piratenpartei:

Jetzt ist es das in der Politik immer wieder gerne genommene Scheinargument Kinderpornografie, morgen sind es die Internetseiten von Nationalsozialisten, danach Linke Randgruppen und zum Ende die freie Presse.

Denn genau das ist unser Problem. Kinderpornografie ist nur Mittel zum Zweck, um neben dem Überwachungsstaat und dem Kontrollwahn, auch die Zensur durchzusetzen. Und das darf so nicht weitergehen.

Unser Staat begibt sich damit auf das gleiche Niveau, wie die Volksrepublik China, die von vielen Deutschen immer wieder kritisiert wird, für seine Internetzensur, doch tun sie nichts anderes, als was unsere Politiker vorhaben: Sie zensieren, was illegal ist. Unsere Politiker wollen das nach unserem Gesetz tun, die Chinesen tun das nach ihrem Gesetz. Wir sind de facto nicht besser, als die Chinesen!

Und im Übrigen habe ich es satt, mit anzusehen, wie unsere Freiheit und unsere Rechte immer weiter eingeschränkt werden. Das Internet ist das Internet, weil es es ermöglicht, JEDE Art von Daten und Informationen international zu verbreiten und zur Verfügung zu stellen – wird das eingeschränkt, ist das der erste Schritt zum “Tod” des Internet, wie wir es kennen. Und ganz ehrlich: Ein Staatsnetz will ich nicht, Kinderpornographie hin oder her. Wenn unsere Freiheiten gewahrt werden, nehme ich dafür gerne in Kauf, dass Kinderpornografie über’s Internet verbreitet werden kann, insb. weil ein Verbot den Kindern in keinster Weise hilft. Die Kinder, die in derartigen pornografischen Videos und Bildern zu sehen sind, werden meist schon längst als Kinderprostituierte missbraucht – und daran wird auch eine Internetzensur nichts ändern. Außerdem können die Videos weiterhin produziert werden und auf manuellem Wege, also per Hand, verbreitet werden. Wir sehen also, dass das Argument Kinderpornografie nichts weiter, als ein Scheinargument ist.

Und um Missverständnisse zu vermeiden: Ja, Kinderpornografie ist eine Sauerei, die mit gutem Grund verboten ist. Doch muss hier das eigentliche Problem bekämpft und die Macher der Videos bestraft werden – und nicht der Bürger daran gehindert werden, derartiges anzusehen und somit unsere Freiheiten eingeschränkt werden. Während der Otto-Normalbürger, der die Videos in der Regel ohnehin nicht ansieht, die Videos nicht mehr sehen kann, da sie zensiert werden, werden die Kinderpornos weiter gedreht, die Kinder weiterhin sexuell missbraucht und vergewaltigt und die Täter machen weiterhin Geld mit ihren “Produktionen”. Und sobald die Kinderpornos erstmal zensiert werden, tritt das ein, was im Piraten-Zitat oben zu lesen ist.

Im Übrigen wird eine Sperre den Nutzer, der gezielt derartiges Material ansehen will und bereits weiß, wo es sich befindet, nicht daran hindern, selbiges anzusehen. Einerseits besteht für die Macher die Möglichkeit, jederzeit den Server zu wechseln, sofern sie nicht ohnehin bereits einen ausländischen Server verwenden, was sehr wahrscheinlich ist. Andererseits kann jeder Nutzer, der von einer Sperre betroffen ist, einen Proxyserver verwenden, um die Sperre zu umgehen. Soviel also zum Sinn und der technischen Effizienz einer solchen Sperre.


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1 Response

  1. Leftfield Said,

    Sehr gut geschriebener Artikel, dem nichts hinzuzufügen ist!

    Danke dafür.

    LG

    Posted on Januar 21st, 2009 at 10:29

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